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Biogetreideproduzenten haben Grund zur Freude

Ein Jahr, nachdem eine neue Kooperation zugunsten der Wertschöpfungskette rund ums Bio-Getreide aus der Taufe gehoben wurde, gibt es eine positive Jahresbilanz.

Seit Gründung der BIOG-Genossenschaft vor mehr als 30 Jahren war und ist es ihr und den aus ihr entstandenen Betrieben ein besonderes Anliegen, die Wertschöpfungskette vom Landwirt bis zum Verbraucher, anders ausgedrückt: vom Acker bis auf den Teller, so zu gestalten, dass die Bauern einen möglichst gerechten Erzeugerpreis erhalten. Nun geht sogar die EU-Kommission in der Formulierung ihrer neuen Green-Deal-Offensive so weit, dass ihr Programm für die Landwirtschaft unter dem Motto „Fork4Food“ steht. Dies bestätigt das initiale Leitbild der BIOG-Genossenschaft sowie der anderen Betriebe der OIKOPOLIS-Gruppe und die Richtigkeit ihres seit mehr als drei Jahrzehnten praktizierten Ansatzes.

Neues Label

Dieselbe Perspektive verfolgt auch eine Initiative der Cactus-Gruppe, die die heimische Biolandwirtschaft ganz konkret unterstützen möchte. Zu diesem Zweck wurde im Frühjahr 2019 eine Kooperation mit den Getreideproduzenten der BIOG-Genossenschaft und „Pains & Tradition“ ins Leben gerufen, die vor allem die Wertschöpfungskette biologischer Getreideproduktion, Mehlherstellung und anschließender Verarbeitung zu handwerklichen Broten im regionalen Kontext stärken soll. Dies geschieht über ein Sortiment von fünf Brotsorten, die in den Werkstätten von „Pains & Tradition“ nach „Slow-Baking“-Methoden hergestellt und von den Cactus-Supermärkten unter dem Label „Zesumme fir eis Bio-Baueren“ vermarktet werden. Das dafür verwendete Bio-Brotgetreide wird von der BIOG-Genossenschaft gesammelt, zwischengelagert und zur Mühle gebracht.

Ein Jahr nach dem Projektstart konnten die drei daran beteiligten Partner eine durchaus positive Bilanz ziehen: 286.914 Kilo Biogetreide, überwiegend Luxemburger Herkunft, wurden verarbeitet, um dem Kunden ein lokal und verantwortungsbewusst erzeugtes Brot anzubieten. Andererseits kommt das Projekt auch den 24 Bio-Getreidebauern der Region zugute, die mit ihrer Arbeit zum Schutz der natürlichen Umwelt beitragen und zugleich der Nachfrage nach unbehandelten Lebensmitteln nachkommen.

Nebeneffekt: Forschung für die Praxis wird gefördert

Doch die drei Projektpartner gehen noch weiter und unterstützen durch finanzielle Zuwendungen ein Nachhaltigkeitsprojekt, das den Erzeugern neue Perspektiven bietet. In diesem Zusammenhang wurde dem Institut fir Biologësch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg a.s.b.l. (IBLA) ein Scheck in Höhe von 15.000 Euro überreicht. Gewidmet ist er der Durchführung des IBLA-Projekts „Zesumme fuersche fir eng nohaltesch Bio-Liewensmëttelproduktioun“, das eng mit dem Tool „SMART - Sustainability Monitoring and Assessment RouTine“ zusammenhängt. IBLA-Direktorin Stéphanie Zimmer meint dazu: „Mit diesem Projekt helfen wir den Biobauern, sich optimal aufzustellen, damit sie ihre Tätigkeit auch in Zukunft weiterführen können.“

Mehr über die Forschungsprojekte des IBLA erfahren Sie hier