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Image: Parmi les hôtes d’honneur: S.A.R. le Grand-Duc héritier et son épouse (au centre) et le ministre délégué aux infrastructures, M. Marco Schank et celui de l’agriculture, M. Romain Schneider (1er et 2ème d.g.)

Les 25 ans de l’agriculture biologique associative au Luxembourg

12.12.2013


C’est lors d’une séance académique tenue le 26 novembre que l’association « Bio-Lëtzebuerg » a clôturé l’année anniversaire de l’agriculture biologique et bio-dynamique au Luxembourg. Au cours de l’année écoulée, l’association avait organisé toute une série des événements, notamment des visites des fermes suivies par des discussions. Et les prochaines festivités s’annoncent déjà: 2014 marquera le 25ème anniversaire des structures de transformation et commercialisation des aliments bio au Luxembourg (BIOG et NATURATA).


Voici un article par Bio-Lëtzebuerg:


Zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2013 hatte Bio-Lëtzebuerg zu einer Akademischen Sitzung in Anwesenheit des Erbgroßherzoglichen Paares nach Munsbach geladen. Der Vortrag des Festredners Herrn Dr. Felix Prinz zu Löwenstein war der Höhepunkt des Abends. Der Präsident von Bio-Lëtzebuerg, Herr Jos Schanck, begrüßte die zahlreichen Ehrengäste – neben Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie von Luxemburg unter anderem die Minister Herrn Romain Schneider und Herrn Marco Schank – und stellte das Programm des Abends vor.

Vor 25 Jahren beschloss eine Handvoll engagierter Biobauern in Luxemburg, sich zu organisieren und gründete die Vereine Demeter Bond Lëtzebuerg und bio-LABEL. Aus diesem Engagement ist in den letzten 25 Jahren eine Struktur gewachsen, die alle wichtigen Bereiche abdeckt, so dass die Biolandwirtschaft in Luxemburg heute gut aufgestellt ist.

Im Februar 2012 sind die beiden Vereine zu Bio-Lëtzebuerg, der „Vereenegung fir Biolandwirtschaft Lëtzebuerg asbl“, fusioniert und haben damit eine Art Dachverband für die Biolandwirte und für diejenigen, die den Biolandbau unterstützen möchten, geschaffen.

Ehrung für Wegbereiter, die die Weichen stellten

Die Direktorin von Bio-Lëtzebuerg, Frau Daniela Noesen, entführte die Anwesenden auf eine kurzweilige Reise in die bewegte Vergangenheit der Biobauern Luxemburgs. Die Errungenschaften des Biovereins werden in verschiedenen Bereichen sichtbar: Information von Landwirten und Konsumenten, politisch die Etablierung des Biolandbaus, Herausgabe der Zeitschrift „Agrikultur“, Einrichtung der Bioberatungsstelle, Gründung des IBLA für praxisnahe Forschung im Biolandbau und,- last but not least, der Aufbau einer Vermarktungsstruktur für Bioprodukte, vorzugsweise aus heimischer Produktion (BIOG, BIOGROS und NATURATA).

Die Gemeinschaft der Biobauern, die bei Bio-Lëtzebuerg organisiert sind, und ihre Errungenschaften standen im Vordergrund dieses Abends. Marktstände, auf denen die verschiedensten Produkte der Mitgliedsbetriebe ausgestellt waren, sowie eine Sammlung der bisherigen Ausgaben der Zeitschrift "Agrikultur" durften bewundert werden.

Die acht Wegbereiter des Biolandbaus Guy Arend, Francis Jacobs, Jos Houtmann, Jos Schanck, Georges Hoeser, André Schmit, Familie Wilhelm und Hugo Krynse-Locker, die 1988 die Weichen gestellt hatten, wurden an diesem Abend für ihren Einsatz geehrt. Als amtierender Präsident von Bio-Lëtzebuerg hatte Bio-Pionier Jos Schanck die Festveranstaltung mit einem Grußwort für die Ehrengäste eröffnet (s. Foto links), jetzt stand er zusammen mit seinen Wegbegleitern selbst im Mittelpunkt.

Für ihre langjährige Arbeit bei den Vereinen Demeter und bio-LABEL wurden Änder Schanck und Raymond Aendekerk ebenfalls geehrt: 25 Jahre, in denen viel erreicht wurde und worauf die Biobauern zu Recht stolz sein können.

Aber es bleibt keine Zeit auszuruhen. Die von Ben Geib, Mitarbeiter von Bio-Lëtzebuerg, vorgestellte rezente TNS-ILRES-Studie über die Haltung und das Kaufverhalten der Luxemburger Bevölkerung gegenüber Biolebensmitteln zeigte zwar, dass die Bemühungen der Biobauern bis zum Konsumenten vorgedrungen sind, aber es bleibt noch Handlungsbedarf, insbesondere in der ausreichenden Information über den Biolandbau und bei der Kennzeichnung der Bioprodukte.

Überzeugendes Plädoyer des Gastredners

Im Anschluss wusste der Festredner des Abends, Herr Dr. Felix Prinz zu Löwenstein (s. Foto rechts), mit seinem Vortrag „Bio: eine notwendige Alternative – oder Luxus für reiche Leute?“ sein Publikum zu fesseln. Der überzeugte Biolandwirt ist im deutschen Anbauverein „Naturland“ und als Vorstandsvorsitzender beim Bund für deutsche Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) aktiv und hat auch internationale Erfahrungen gesammelt.

So konnte er umfassend erläutern, warum unser heutiges Landwirtschaftssystem nicht die Ernährung der Weltbevölkerung sichert, sondern den Raubbau an der Natur verschärft. Gesellschaftliche Hintergründe, wie das Konsumverhalten, wurden ebenso in die Diskussion aufgenommen wie Zahlen zur Verfügbarkeit der Ressourcen, des Footprints und der Einfluss der Industrie auch auf Forschungsvorhaben.

Interessant seine Feststellung, dass die heutige Landwirtschaft wohl produktiv sei, aber nicht effizient. Die „Rezeptlandwirtschaft“ müsse in Zukunft einer „systemaren“ Landwirtschaft weichen, das heißt, dass in der Landwirtschaft natürliche Gleichgewichte berücksichtigt und ihre Effekte genutzt werden müssen. Sofern die Wettbewerbsbedingungen zwischen der ökologischen und konventionellen Landwirtschaft fair wären (z.B. durch die Internalisierung von Kollateralschäden durch Spritz- und Düngemittel in deren Produktpreise), könnte man diese beiden Bewirtschaftungssysteme im normalen Wettbewerb am Markt vergleichen und sich entwickeln lassen. Die Botschaft des Herrn zu Löwenstein war eindeutig. Man hätte seinen Ausführungen gerne noch länger zugehört.

Minister sagt weitere Unterstützung zu

Herr Nicolas Welsch, Bürgermeister der Gemeinde Schuttrange, unterstrich in seiner Rede die Bestrebungen der Gemeinde, Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen zu unterstützen und voranzutreiben. Dies beträfe neben dem Biolandbau auch den Erhalt der Biodiversität auf Gemeindeflächen und insbesondere den Quellenschutz auf dem Territorium der Gemeinde.

Bio-Lëtzebuerg-Präsident Jos Schanck, der Schüttringer Bürgermeister Nicolas Welsch (v.l.) und OIKOPOLIS-Chef Änder Schanck (r.) freuten sich ebenso sehr über die Erfolge des organisierten Bio-Landbaus wie Landwirtschaftsminister Romain Schneider, Bio-Lëtzebuerg-Präsidentin Daniela Noesen und Nachhaltigkeitsminister Marco Schank (M., v.l.n.r.)


Anschließend erhielt Herr Minister Romain Schneider das Wort und betonte in seiner Rede die positive Entwicklung des Biolandbaus in Luxemburg. Er bekräftigte, dass die Bemühungen, den Biolandbau in Luxemburg weiterzuentwickeln und zu etablieren, weiterhin die vollste Unterstützung durch das Ministerium erhalten werden.

Zum Abschluss der Festsitzung spielte das Streichduo d’ARCO, welches den Abend stimmungsvoll begleitet hatte, noch einmal auf, ehe Herr Minister Schneider den Geburtstagskuchen anschnitt und damit den gemütlichen Teil des Abends einläutete.

Akademische Sitzung „25 Jahre Biolandbau in Luxemburg“ – eine runde Sache zum Abschluss des Jubiläumsjahres von Bio-Lëtzebuerg.

(Daniela Noesen, Bio-Lëtzebuerg)