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Image: Jean Feyder

Mordshunger: Wer profitiert vom Elend der armen Länder? Vortrag und Gespräch mit Jean Feyder

12.11.2013


Die Welternährungskrise breitet sich aus. Das 1996 erklärte Ziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, ist in weite Ferne gerückt. Der international erfahrene Luxemburger Diplomat Jean Feyder enthüllt die tieferen Ursachen dieses Hungerskandals und ein System, das in der Hauptsache den Finanz- und Wirtschaftsinteressen des Nordens zuspielt. Er fordert einen radikalen Umbau des gesamten Ernährungssystems.

An konkreten Beispielen zeigt Feyder, was die von Weltbank und Internationalem Währungsfonds verordnete Liberalisierung der Märkte angerichtet hat. Als Folge davon verdrängen hoch subventionierte Nahrungsmittel aus den USA und Europa mit Dumpingpreisen die einheimischen Produzenten. So entstand ein extrem unfairer Wettbewerb, der Millionen Kleinbauern zur Aufgabe der Landwirtschaft zwang und viele lokale Märkte zerstörte. Nationen, die sich vorher selbst versorgt hatten, wurden zu abhängigen Lebensmittelimporteuren.

In seinem Vortrag weist Jean Feyder anschaulich auf weitere Ursachen der Misere hin. Er versäumt jedoch nicht, konkrete Wege aus der Krise aufzuzeigen.

Sein Plädoyer: Nur ein radikaler Umbau des Welternährungssystems kann die Situation der Menschen in den armen Ländern verbessern. Dazu gehört die Förderung der kleinbäuerlichen Strukturen, die als Basis die Entwicklung einer Gesellschaft erst ermöglichen.

Die dargestellten Fakten schockieren und verpflichten zum Handeln.

Einladung zum Vortrag von Jean Feyder