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Image: Vor allem für Mario Straub (hinten Mitte) vom Nübold-Architektenbüro Karlsruhe gestaltete sich der Besuch im OIKOPOLIS-Zentrum unter Führung von Roland Majerus (2.v.r.) als Wiedersehen: er hatte seinerzeit beide OIKOPOLIS-Gebäude geplant.

Architektenbesuch im OIKOPOLIS-Zentrum

22.7.2013


Dass Besuchergruppen aus Luxemburg, der Großregion oder aus weiter entfernten Ländern um eine Führung im OIKOPOLIS-Zentrum bitten, kommt relativ häufig vor. Meist steht bei diesen Besuchen das Interesse an den Aktivitäten der Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg BIOG und der NATURATA-Kette im Vordergrund. Viele Besuchergruppen sind in der ein oder anderen Form Partner und haben schon mit einer OIKOPOLIS-Tochter zusammengearbeitet – oder die Angestellten verbindet das gemeinsame Interesse für naturnahe Ernährung mit regionalem Bezug. Die Neugier darauf, wie hinter den farbenfrohen Fassaden an der Autobahn gearbeitet wird, kommt hinzu – und wohl auch ein Stück weit die Neugier auf den auffälligen Bau selbst.

Beim letzten Besuch aus dem Ausland war es genau umgedreht: die Architektur des OIKOPOLIS-Zentrums durfte als bekannt vorausgesetzt werden, denn die Gäste waren durch ihre eigene Firmengeschichte zumindest teilweise in den Bau involviert. In den Jahren 2000/2001 sowie 2005/2006 hatte Mario Straub als Architekt bei Portusbau Karlsruhe für die Errichtung der beiden Gebäude OIKOPOLIS I und II verantwortlich gezeichnet. Das architektonische Juwel im Parc d’activité Syrdall, heute rue Gabriel Lippmann, war deshalb mit der Geschichte des Karlsruher Firma untrennbar verbunden.

Als Portusbau vor einigen Jahren seine Aktivitäten einstellte, die Mitarbeiter jedoch quasi integral vom Architektenbüro Nübold, ebenfalls Karlsruhe, übernommen wurden, lag es nahe, im Rahmen des alljährlichen Betriebsausflugs auch einmal das ökologische Dienstleistungszentrum OIKOPOLIS zu besuchen.

Beteiligung auch beim Neubau des Kass-Haff

Da die „Nübold-Architekten“, vertreten durch den Architekten Herrn Fröhlich, zur Zeit auch dabei sind, in Rollingen bei Mersch den Aussiedlerhof Kass-Haff fertigzustellen, der voraussichtlich im Oktober offiziell eingeweiht wird, wurde dieser von der Gruppe zuerst besichtigt.

Roland Majerus, Vorstand von OIKOPOLIS, und Volker Manz, Geschäftsführer von BIOG, begrüßten die rund 30 Besucher am 5. Juli 2013 in Münsbach und führten die Erfolgsgeschichte der OIKOPOLIS von der Entstehung der BIOG-Genossenschaft bis heute aus. Dass z.B. die Urzelle dieser Initiative und Ausgangspunkt der OIKOPOLIS die Umstellung des Schanck-Haff in Hupperdingen Ende der 1970er Jahre auf bio-dynamische Landwirtschaft war, weiß heute nicht mehr jeder.

Nach einem reichhaltigen Bio-Mittagessen im NATURATA-Bio-Restaurant wurde eine Führung in zwei Gruppen durch die Räumlichkeiten von OIKOPOLIS I und II organisiert. Sichtlich wohl fühlte sich Mario Straub im Wissen, dass die Initiatoren dieses Projekts es erfolgreich in die Zukunft geführt haben, und Volker Manz konnte die eine oder andere Geschichte mit ihm austauschen. Und sicherlich blieb die lange Regenperiode im Herbst 2000 ebenso in der Erinnerung der Beteiligten hängen wie den Bauarbeitern damals der Lehm an den Stiefeln.

Nachdem sich alle zufrieden am Startpunkt wiedergefunden und die Besucher sich mit einem kleinen Geschenk bedankt hatten, war dann auch schon Zeit für eine geführte Stadtrundfahrt in Luxemburg-Stadt.