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Image: Mon choix d'agriculture "Meng Landwirtschaft"

Quelle agriculture voulez-vous? Informer, discuter et creer ensemble sur www.meng-landwirtschaft.lu

8.9.2011


Auf einer Pressekonferenz am 6. September 2011 im Haus vun der Natur, stellten Demeter-Bond Lëtzebuerg und BioLABEL (mit Sitz im OIKOPOLIS) sowie natur&ëmwelt und Greenpeace Luxemburg die neue Internetseite www.meng-landwirtschaft.lu vor. Diese neue interaktive Informations- und Diskussionsplattform ist das Herzstück der neuen Bürgerbeteiligungskampagne „Meng Landwirtschaft – Mäi Choix“ rund um die derzeitige Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrar-Politik (GAP), welche in den nächsten Monaten in die entscheidende Phase eintritt. Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und –Konsum betreffen jeden und gehören zu den bedeutendsten Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Mittels der neuen Internetseite rufen die Initiatoren Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Meinung zu äußern und sich an den Diskussionen rund um die Zukunft der Landwirtschaft zu beteiligen.

„meng-landwirtschaft.lu“ als Diskussionsplattform über die Agrarpolitik

Mit der Kampagne „Meng Landwirtschaft – Mäi Choix“ möchten die Initiatoren eine breite Diskussion in Luxemburg über die GAP und die Landwirtschaft im Allgemeinen anregen. Angelehnt an die deutsche Seite meine-landwirtschaft.de, werden auf der Seite meng-landwirtschaft.lu unter anderem Neuigkeiten, Fakten und die verschiedenen Positionen zur Thematik publiziert. Neben der Information wird viel Wert auf die Partizipation gelegt: die Bürger werden danach gefragt wie sie die EUAgrargelder investieren würden und wie sie sich ihre Landwirtschaft vorstellen. Die landwirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Organisationen werden darum gebeten ihre Meinung zur GAP zu äussern, um sie dann auf der Seite publizieren zu können.

Welche Landwirtschaft wollen wir?

Woher kommt unser tägliches Brot, woher stammen Wurst, Müsli, Käse, Gemüse, Obst und Fleisch? Wie werden sie produziert? Qualität, Werbung, Skandale, schlechtes Gewissen, Hektik verderben oft die Lust am Essen. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Luxemburg leiden an Übergewicht, nicht an Hunger. Inzwischen verwenden wir nur noch 11% unseres Einkommens für Lebensmittel. Immer weniger Bäuerinnen und Bauern produzieren mehr und mehr. Ein Drittel davon landet im Müll. Überschuss wird auf dem Weltmarkt verramscht, zerstört Märkte in der Dritten Welt. Welchen Preis hat das für Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft? Was hat das mit dem Welthunger zu tun, mit Klimawandel, Artensterben, unserem Respekt vor Lebewesen? Kulturlandschaften verschwinden, ländliche Regionen sterben ab.

Die europäischen Steuerzahlerinnen und –zahler finanzieren die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischer Union. 40% und mehr des Einkommens vieler Bauern stammt aus öffentlichen Mitteln und deckt doch bei vielen nicht einmal die Kosten. 80% der Mittel gehen an 20% der Landwirte und Agrarunternehmen. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union regelt, wie rund 56 Milliarden Euro Steuergelder aus dem EU-Agrarhaushalt verteilt werden. Nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbands zahlt jede Bürgerin und jeder Bürger Europas etwa 100