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Abb.: Die NATURATA-Filialleiter in der Saftkelterei Beutelsbacher (1. von links: Thomas Maier)

NATURATA besucht Beutelsbacher

13.7.2016


Auch in diesem Jahr haben die FilialleiterInnen der NATURATA Bio Marchés und Bio Haff Butteker einen mehrtägigen Fortbildungsausflug unternommen und Hersteller, wie z.B. GOVINDA, Taifun-Tofu und die Saftkelterei BEUTELSBACHER besucht, um einen Einblick in die Produktion von ayurvedischen Lebensmitteln, Sojaprodukten und besten Frucht- und Gemüsesäften zu erhalten.

Die Saftkelterei BEUTELSBACHER ist seit vielen Jahren ein Partnerbetrieb der Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg (BIOG) und des Bio-Großhändlers BIOGROS: In diesem Familienbetrieb in Weinstadt, in der Nähe von Stuttgart, werden Obst- und Gemüsesäfte, sowie die spritzige Bio-Frësch-Limonaden für die BIOG-Marke hergestellt und abgefüllt.


Saftige Vielfalt in höchster Qualität

Empfangen wurden die NATURATA-FilialleiterInnen von Thomas Maier, der gemeinsam mit seinem Bruder Matthias, den großelterlichen Betrieb seit Anfang der neunziger Jahre ganz traditionsbewusst und mit höchsten Qualitätsansprüchen führt.

Bei BEUTELSBACHER werden vor allem regionale Bio-Äpfel zu frischem Apfelsaft gepresst ‒ Baden-Württemberg ist schließlich für seinen Apfelreichtum bekannt. Direkt nach der Anlieferung werden die Äpfel sortiert und gepresst. Dabei sorgen vor allem die schnelle Verarbeitung der Äpfel und auch der Hohe Anteil alter Apfelsorten für die ausgezeichnete Qualität und den wunderbaren Geschmack des Safts. Pro Saison werden bei Beutelsbacher zwei bis dreitausend Tonnen Äpfel verarbeitet. Nach einer kurzen Pasteurisation wird der Saft in großen Edelstahltanks gelagert, bis er pur oder mit anderen Säften vermischt in 0,2- und 0,7-Liter-Mehrwegflaschen abgefüllt wird.

Neben Äpfeln werden bei Beutelsbacher aber auch Kirschen, Johannisbeeren, Preiselbeeren, Holunder- oder beispielsweise Heidelbeeren zu Saft verarbeitet. Im Gegensatz zu Äpfeln, Birnen oder Quitten wird das weiche Beerenobst jedoch erst in einer Passiermaschine zu Mus zerquetscht, bevor aus dem Mus Saft gewonnen wird.


Saft in gläsernen Mehrwegflaschen

Da Beutelsbacher seine Säfte und Limonaden ausschließlich in Mehrwegflaschen abfüllt, nimmt die Flaschenreinigungsanlage einen großen Teil der Produktionshalle ein. Hier wird das Leergut für eine Neubefüllung mit Lauge und Frischwasser gesäubert und alten Etiketten, Flaschenverschlüsse und beschädigte Glasflaschen dem Recycling zugeführt. Einwandfreie Flaschen werden im Anschluss an den Reinigungsprozess direkt mit Saft oder Limo befüllt, verpackt und zwischengelagert.

Die meisten Flaschen werden dreißig- bis fünfzigmal wiederbefüllt. Der Aufwand lohnt sich aber auch, schließlich handelt es sich bei den Glasflaschen um ein zu 100 % recycelbares, natürliches Material, welches – im Vergleich zu Verpackungen aus Verbundmaterial und Plastik – den Geschmack des Safts nicht beeinflusst oder durch den Übertritt von Substanzen aus dem Verpackungsmaterial belastet.


Gemüsesaft – samenfest!

Bei Beutelsbacher werden vor allem Demeter-Säfte produziert, aber auch Säfte aus Wildfruchtsammlungen und aus biologischem Anbau. Alle Gemüsesäfte werden mittlerweile aus samenfesten Gemüsesorten gepresst. Samenfest bedeutet, dass die Gemüsepflanze in der Lage ist, sich eigenständig mit all ihren Eigenschaften zu vermehren. Dies ist bei den im konventionellen Bereich verwendeten ertragstärkeren Hybridpflanzen nicht der Fall, so dass hier jedes Mal die Saat neu beim Saatguthersteller gekauft werden muss.

Interessant zu wissen ist auch, dass mittlerweile alle Beutelsbacher-Säfte vegan sind – auch die geklärten. Konzentrate kommen bei Beutelsbacher natürlich nicht in die Flasche – und, dass Qualität schmeckt, davon konnten sich die Filialleiter überzeugen!