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Abb.: 2013 ging es auf dem Jeekelshaff von Guy Arend (2.v.l.) bei "Zukunft säen" um Bio-Dinkel

Zukunft säen! Am 5.Oktober in St. Vith

30.9.2014


Schon zum sechsten Mal wird die Aktion „Zukunft säen“ von Bio-Lëtzebuerg, der „Vereenegung fir Bio-Landwirtschaft Lëtzebuerg asbl“ organisiert. Im Jubiläumsjahr (90 Jahre Biologisch-Dynamische Landwirtschaft) setzt sie mit der Ortswahl ein Zeichen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Bio-Landwirtschaft, die längst gelebte Realität ist: der von Familie Neessen und ihren MitarbeiterInnen biologisch-dynamisch betriebene Terrenhof im belgischen St. Vith ist seit langem Mitglied bei Bio-Lëtzebuerg und der Luxemburger Biobauern-Genossenschaft BIOG.

Um 14.00 Uhr ist das Stelldichein der SäerInnen auf dem Terrenhof. Nach der Begrüβung geht es unter sachkundiger Leitung durch Herrn Peter Neessen auf das vorbereitete Feld, wo alle gemeinsam von Hand das Feld mit Roggen einsäen werden – eine schöne und bedeutungsvolle Geste. Bereits seit 25 Jahren wird das Roggensaatgut auf diesem Hof biologisch-dynamisch angebaut. Die Saat wird bis zum kommenden Sommer wachsen und kann dann zu Brot verarbeitet werden – genauso wie der Bio-Dinkel, den die Teilnehmer der letztjährigen Aktion bei Familie Arend in Pétange gesät hatten (Bild). Das daraus frisch gebackene „Zukunftsbrot 2014“ wird nun in St. Vith nach der gemeinsamen Aussaat angeschnitten und mit einem kleinen Umtrunk serviert.

Gemeinsam Zeichen setzen!


Ab 17:30 Uhr wird dank der Unterstützung durch FIAN (FoodFirst Information and Action Network) Belgien der Film „Zukunft pflanzen“ von Marie-Monique Robin gezeigt. Im Sinne der gemeinsamen Zukunft setzen auch all diejenigen, die am 5. Oktober auf dem Terrenhof zusammenkommen, ein Zeichen: „Wir wollen Verantwortung tragen für unsere Ernährung, denn was gesät wird, wird auch wachsen.“ Es geht um das jährlich wiederkehrende Wunder der Natur vom Wachsen und Vergehen, aber auch um eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und Patente. Um gesunde Lebensmittel und um Bauern, die nicht die Knechte der großen Konzerne sind. Landwirtschaft und Ernährung soll für den Menschen da sein und nicht dem Profit der Konzerne dienen.

So wird „Zukunft säen“ zur Botschaft an die Politik, sich auf nationaler und europäischer Ebene weiterhin für die Gentechnikfreiheit auf den Äckern und Tellern einzusetzen.

Weitere Informationen bei Bio-Lëtzebuerg